Gedichte IV






Wünsche zum neuen Jahr . . .

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bisschen mehr Wahrheit, das wäre was.

Statt soviel Unrast, ein bisschen mehr Ruh.
Statt immer nur Ich, ein bisschen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung, ein bisschen mehr Mut.
Und Kraft zum Handeln, das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht.
Und viel mehr Blumen, solange es geht.
Nicht erst an Gräbern, da blühn sie zu spät.

Ziel sei der Friede des Herzens.
Besseres weiß ich nicht.

Peter Rosegger [1843-1918]




Glücksmomente

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist auch ein lieber Gruß.

Januar 2009



Sagt jemand zu dir: "Es ist ja nur ein Tier"
dann hüte dich vor ihm und sei auf der Hut.
Wer glaubt und denkt, ein Tier hat kein Empfinden,  
kein Gefühl, spürt keinen Schmerz,
der ist nicht fähig, dir Liebe und Wärme zu geben.
Schütze dich, vertraue ihm nicht blind,
sonst wird dein Leben vielleicht ein Martyrium.

Gertrud Janßen-Albers 








Herr erhalte mich liebenswert.

Gebet eines Seniors

Herr, du weißt es besser als ich, dass ich von Tag zu Tag
älter und
eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der Leidenschaft, die Angelegenheit
anderer ordnen zu müssen.

Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch,
hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein.

Bei meiner ungeheuren Ansammlng an Weisheit tut es mir ja leid,
sie nicht weiterzugeben, aber du verstehst Herr,
dass ich mir nur ein paar Freunde erhalten möchte.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden.
Sie nehmen zu – und die Lust sie zu beschreiben,
wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage auch nicht um ein besseres Gedächtnis zu bitten – nur um etwas Bescheidenheit und etwas weniger Bestimmtheit,
wenn mein Gedächtnis nicht mit dem anderen übereinstimmt.

Lehre mich die wandbare Weisheit, dass ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich.
Ich weiß, dass ich nicht unbedingt ein Heiliger bin,
aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Krankheitsschilderungen
anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich,
sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete
Talente zu entdecken, und verleihe mir,
Herr die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

Unbekannter englischer Verfasser  

 





















Abschied

Ein Abschied bedeutet immer Schmerz
und Tränen bedecken dein Gesicht.
Verdränge diese Tränen nicht,
denn sie zeigen dir dein Gefühl
als würde deine Seele nach außen gehen.

Vergeht dein Schmerz allmählich
und deine Tränen versiegen,
dann siehst du wieder klar.
Du erkennst wahre Freunde,
  sind und waren immer für dich da.
Sie geben dir Mut und Kraft
 schenken dir wieder die nötige Luft zum Atmen.

Gertrud Janßen-Albers











Ein Tierfreund zu sein gehört zu den
größten seelischen Reichtümern des Lebens.

Richard Wagner, (1813 - 1883), deutscher Komponist










Warum?

Wer einen anderen denunziert,
verleumdet und Intrigen schmiedet,
verfolgt nur ein einziges Ziel,
ihm Schaden an Leib und Seele zuzufügen
um ihn zu vernichten.

Dieses Machwerk des Bösen
sind die unsichtbaren Waffen der Menschen
welche mit Worten, Lügen und Vertrauensbrüchen,
Herzen und Seelen verwunden oder sogar töten.

Gertrud Janßen-Albers