
![]() |
Geliebt und unvergessen (Herr Schmidt)
Es war so viel mehr als Kummer und Schmerz, als du über die Regenbogenbrücke gegangen bist. Zurück blieb Sehnsucht und Einsamkeit, denn ohne dich war plötzlich alles öd und leer. Die Gewissheit, dass es dir, mein geliebter treuer Freund, jetzt besser geht, gibt mir die Kraft, an jedem neuen Tag, meinen Weg ohne dich, mit der ewigen Erinnerung im Herzen, bis zum Wiedersehen weiter zu gehen. In Liebe, dein Frauchen. Gertrud Janßen-Albers (April 2010) |
![]() |
Miteinander - Füreinander? Vielem sind wir hilflos ausgesetzt, gefangen gar wie ein Insekt im Netz. Niemand kann sich seinem Schicksal entziehen, weder verleugnen noch davor entfliehen. Drum reicht den Betroffenen eure wärmende Hand, knüpft damit ein herzliches und verbindendes Band. Teilt die Sorgen und helft wo ihr könnt, so ist uns ein besseres Leben vergönnt. Hinschauen
statt Wegschauen heißt das Gebot,
dann kann man lindern so manche Not. Gleichgültigkeit gepaart mit Arroganz, sind wahrlich ein schlimmer Teufelstanz. Gertrud Janßen-Albers |
|
Sprechstunden-Satire
Der Doktor jammert und klagt, Finanznot ist es, die ihn plagt. Mehrere Häuser nennt er sein eigen, auch Nobelkarossen mag er leiden. Mitleid kommt auf, wenn er mir sagt, mein Budget wird knapp, bin ganz verzagt. Muss sparen um jeden Preis, es ist bitter für ihn, ich weiß. Man glaubt fast er nagt am Hungertuch und unternimmt gar nicht erst den Versuch, sich verschreiben zu lassen das Medikament, das die fürchterlichen Schmerzen hemmt. Ach ihr armen Ärzte, ihr tut mir so leid, gerne bin ich in Zukunft bereit, euer Budget zu schonen, wo es nur geht, auch wenn´s um die Gesundheit nicht gut steht. Lieber gehe ich früher, denn ich weiß ein langes Leben hat einen hohen Preis. Zufriedene Ärzte braucht unser Land trotz Reformen am laufenden Band. W. Albers |
![]() |
|
|
Nebel
Ach, wie ist die Welt heut so klein, suche vergeblich nach hellem Schein. Möchte gern in die Weite schauen, kann meinen Augen nicht mehr trauen. Doch was ich sehe ist nicht viel, ein grauer Vorhang ist im Spiel. Ein Guckloch müsste man jetzt haben, dann könnte man es gut ertragen. Mir scheint mein Geist ist nebulös, alles macht mich sehr nervös. Übrig bleibt ein Hoffnungsschimmer, für mich daheim in meinem Zimmer. Mein Durchblick kehrt bestimmt zurück, hat sich der Nebel erst einmal verdrückt. Alles wird langsam wieder klar ist die Sonne erst ein Mal wieder da. Gertrud Janßen-Albers |
|
Sturm
Dumpfes, unheimliches Grollen liegt in der Luft, welch dramatische und gewaltige Wucht. Mein Herz so unruhig und verzagt, die Angst mich quält und an mir nagt. Ich sehe den sich stark biegenden Baum, alles ist wie in einem unheimlichen Traum. Man sieht wie er sich tapfer wehrt und du mit allen Mitteln an ihm zerrst. Du arbeitest mit Wucht und Macht, er stemmt sich verzweifelt gegen deine Kraft. Nur die Stärksten können überleben, da sie dir sind überlegen. Je mehr du gewinnst an Geschwindigkeit, je größer wird unsere Hilflosigkeit. Du scheinst dich hämisch zu erfreuen, nichts wirst du jemals bereuen. Deine Zerstörungswut ist unerträglich, der Schaden oft unsäglich. Die peitschende See bringt viele in Not, gib endlich Ruh, du hast dich längst ausgetobt. Zisch ab, werd schwach, hör auf zu wehen, langsam muss auch dir die Puste ausgehen. Lang hast du bewiesen deine wütende Kraft, Freunde hast du dir nicht dadurch geschafft. Stattdessen hast du eine Verwüstung hinterlassen, darum werden wir dich alle fürchterlich hassen. Komm ja nicht zurück, bleib wo du bist, hier bei uns wirst du sicherlich nicht vermisst. Gertrud Janßen-Albers |
|
![]() |
Mein Baum
Unzählige Jahre kenn ich dich bereits auf Mutters Schoß bewunderte ich dich schon. Etwas abseits, fast allein ragst du stolz in den Himmel hinein. Im
Frühling erwachst du mit der Natur
treibst Knospen und Blüten hervor. Überwältigst
mich stets aufs Neue
mit deiner
Schönheit aus hellgrünem Gezweig.
Den
Sommer genießt du in vollen Zügen
erfreust dich an jedem Sonnenstrahl. Spendest Schatten und Feuchtigkeit vermittelst fröhliche Leichtigkeit. Hält
der Herbst dann Einzug in unser Land
verzauberst du uns alle insgesamt. In deinem schimmernden rotgoldenem Gewand ziehst du uns alle in deinen Bann. Dem Winter
zeigst du trotzig und kahl
deine mächtige eiskalte Schulter. Kein Unwetter brachte dich je ins Schwanken bist fest verwurzelt und fast zu beneiden. Fühl
ich mich klein und ausgebrannt
führt mich mein Weg stets zu dir. Dein rauschender Wipfelgesang berührt mein Herz ganz sanft. Ganz leise schwingt es
in meinem Ohr:
Habe Mut an trüben und grauen Tagen, übe Geduld, im Frühling kehrt wie immer, das Licht und die Wärme zu dir und mir zurück. Gertrud Janßen-Albers |
|
Erinnerung an Teddy
(auch liebevoll "Herr Schmidt" genannt) Viel habe ich über dich geschrieben und geredet, doch ein Gedicht bis heute
nicht verfasst,
drum widme ich dir diese Zeilen für die schöne Zeit mit dir: Stets warst du an meiner Seite, immer heiter und treu wie Gold. Deine Menschenkenntnis war genial, dein Gespür für mich so intensiv wie es niemals jemand fühlte für mich. Befand ich mich mal in
Gefahr
laut bellend warst du da, warst mein ständiger Beschützer in all den vielen Jahren. War ich mal krank und traurig zugleich, schautest du mich fragend an, als wolltest du mir sagen: "Es gibt doch keinen Grund zum Klagen." Deine Pfötchen auf meinem Arm waren wie ein
Wärmestrahl.
Gaben mir Mut und Zuversicht und alles erschien im neuen Licht. Ich weiß, dass es dir jetzt besser geht, trotzdem fehlst du mir sehr, mein kleiner Held. In unseren Herzen lebst du fröhlich weiter, denn was man liebt, bleibt unvergessen. Dein Frauchen |
![]() |
![]() |
Geliebte Hundebande Auffallend
winzig, keck und frech
tapertest du süße Maya in unser Leben ein. Mein Herz damals noch voller Trauer, unser geliebter Vierbeiner Teddy
hatte
die Regenbogenbrücke überquert.
Du fegtest wie ein Wirbelwind, neugierig durch alle Räume, fülltest sie mit Lebensfreude. Meine Tränen brachtest du zum Versiegen, halfst mir den Schmerz zu besiegen. Oft warst du krank an Welpentagen, bereitetest mir sehr große Sorgen. Rasch hattest du dir deinen Stammplatz in meinem Herzen geschaffen. Inzwischen schon drei Jahre jung, zum Glück meist munter und gesund. Nichts wünsche ich mir mehr auf dieser Welt dass unser gemeinsames Leben noch lange hält. An einem warmen Sommerabend glaubtest du deinen Augen nicht mehr zu trauen. Rabenschwarz, glänzendes gelocktes Fell gesellte sich Momo zu uns mit laut fröhlichem Gebell. Bei
ihm
war es Liebe auf den ersten Blick
fortan begleitete er dich auf Schritt und Tritt. Ein Herz und eine Seele seid ihr geworden keiner
dem anderen je Schmerz zufügt.
Ach,
was können wir Menschen
vieles
von euch lernen.
Geht euer
Temperament mit euch durch,
ihr meine Nerven arg strapaziert muss ich euch zur Ordnung rufen. Ist dann endlich Ruhe eingekehrt denke ich mir still und leise: „Wie einsam, öde und leer, unser aller Leben wär ohne euch geliebte Hundebande.“ Gertrud
Janßen-Albers,
2007
|
![]() |
|
|
|||